Day -2, Ankunft der Autos

Die Nacht war gut und ausnahmsweise habe ich sogar einmal gefrühstückt. Um Uhr 09.oo sollte der Transporter mit den beiden Autos kommen, aber die einzigen, die rechtzeitig da waren, waren wir. Nach einer dreiviertel Stunde ist dann doch der LKW aufgetaucht und wir konnten mit dem Abladen beginnen. Dies ging Gott sei Dank sehr glatt über die Bühne und bei der anschließenden Kontrolle, ob auch alle Teile und Werkzeug durch den Zoll gekommen sind, konnten wir aufatmen. Es wurde zwar alles durchsucht, aber es fehlt nichts. Es wurde lediglich alles in große Unordnung gebracht.

Während Robert und Gerhard den LKW aus- und neu einräumten, haben Alex und ich den Mustang gewaschen. Unglaublich, wie dreckig ein Auto in einem geschlossenen Container werden kann! Anschließend kam die administrative Abnahme, der medizinische Check und die technische Name der Ausrüstung (Helm, Anzug, Wäsche, etc) sowie des Mustangs. Nur noch die Aufkleber drauf und fertig – jedenfalls fast: Es fehlt noch eine kleine Black Box für die Zeitnahme. Die können wir erst morgen übernehmen, denn uns ist das Bargeld ausgegangen. Aus Sicherheitsgründen haben wir nicht soviel mitgenommen. Und auf der Herfahrt gestern habe ich (nur zur Sicherheit) je eine Kreditkarte und etwas Bargeld in meinem linken und rechten Socken versteckt. Und nun fehlen mir $ 300,- für die finale Abnahme. Aber das werden wir morgen klären.

Untergebracht sind wir in zwei Hallen, wobei wir in der Nebenhalle stehen, was den Vorteil hat, daß es 1. ruhiger ist und 2. unsere LKW auch in die Halle können. Es ist noch nicht viel los, ca. die Hälfte der Autos fehlen noch. Einige bekannte Gesichter aus 2014 habe ebenso getroffen wie den Rauno Aaltonen, mit dem ich eine halbe Stunde in Ruhe plaudern konnte.

Mittlerweile sind auch die vier fehlenden Felgen eingetroffen, die noch extra in den USA produziert und nach Mexiko geflogen wurden. Neue Gummis sind auch schon montiert und also – abgesehen von Kleinigkeiten – alle Arbeiten erledigt. Während ich schreibe, montiert Gerhard noch die Videokameras, damit wir auch bewegte Bilder haben.

Der einzige Negativpunkt ist mein Handy. Irgendwie habe ich heute das Display zerstört und sehe vor lauter Sprüngen kaum noch ein Bild. Gott sei Dank habe ich letzte Woche noch schnell einen kleinen Photoapparat gekauft (bin halt old school), obwohl jeder sagte „daß brauchst Du nicht, Du hast eh ein Handy“. Nachdem ich diesen aber im Mietwagen, mit dem der Alex gerade unterwegs ist, liegengelassen habe, kann ich jetzt keine Photos zeigen – die kommen etwas später.

Nicht ganz so gut geht es dem zweiten Team. Sie haben noch immer kein Gepäck und wissen auch nicht so genau, wo es überhaupt ist. Beim Auto müssen sie noch einiges umbauen und morgen nochmals zur technischen Abnahme antreten. Und dazu brauchen Sie dann auch wieder ihr Gepäck (Anzug, Wäsche, etc…).
Aber sobald das alles erledigt ist, wird die Stimmung auch wieder steigen. Obwohl: So schlecht ist sie gar nicht.
Ich werde etwas später noch einige Photos hochladen. Bis dahin liebe Grüße aus dem warmen und sonnigen Querentaro.