Day 5, Großer Fehler – keine Auswirkungen

Der heutige Morgen hat relativ entspannt begonnen, bis wir bemerkt haben, dass wir am Vorabend vor lauter Aufregung wegen dem Getriebe vergessen haben zu tanken. Es waren zwar nur drei kurze, aber sehr schnelle  SP zu fahren, aber bei einem Verbrauch von 50 Litern im Rennmodus und einem nur viertel vollen Tank habe ich doch ordentlich geschwitzt, ob wir auch wirklich durchfahren können.
Die SP waren toll, dieses Mal kaum Drifts, eher blockierende Räder beim runterschalten aber mit teilweise über 200 km/h wirklich schnell. Kurz nach der dritten Zielflagge kam dann eine Tankstelle und der Tag war gerettet. Auch kein Reifenproblem so wie gestern hat uns gestresst, denn vier Minuten vor Beginn einer Sonderprüfung schnell abschnallen, Reifen unter dem Gepäck aus dem Kofferraum holen, wechseln, alles wieder sicher (!) verstauen, angurten mit Helm und HANS, Fensternetz montieren und dann konzentriert starten ist nicht so ganz ohne. Vor allem bei sengender Sonne, Rennmontur inkl Helm am Kopf und dem Zeitdruck. Aber Zeitdruck ist hier nicht so ganz ungewöhnlich und wenn ich ehrlich bin, haben die beiden Mechaniker viel mehr Druck durch die Uhr. Und auch das muss gesagt werden: Sie machen einen SUPER Job!!!

Auf der anschließenden VE hat mich dann zum bisher ersten Mal die Polizei ermahnt, langsamer zu fahren. Wir haben uns auf der Autobahn rechts und links durch den Verkehr und Baustellen gekämpft und (manchmal) wechselnde Polizeiautos dabei gehabt. Einen habe ich dann direkt nach einer Baustelle überholt. Bei 195 km/h hat er dann zurück überholt, gehupt, böse geschaut und mir per Handzeichen zu verstehen gegeben, es doch etwas langsamer anzugehen. Nur um dann selber am Horizont zu verschwinden.

Heute habe ich auch mal wieder einen Bumper übersehen, aber der war Gott sei Dank harmlos und hat uns die 130 nicht übel genommen.

Der Nachmittag begann mit einem köstlichen Spieß von unseren mexikanischen Freunden (mein Bauch wird leider doch nicht kleiner) und brachte dann nochmals vier lange (15-20 km) und sehr schnelle (200+) SP’s. Die abendliche
Einfahrt ins Stadtzentrum erfolgte wieder im Konvoi mit gesperrten Straßen und einem Empfang am Hauptplatz. Ich hatte viele Photowünsche aufgrund des Trachtenanzugs zu erfüllen, auch für die Polizei. Dafür dürfte ich mir so einen Polizei-Dodge von innen anschauen und ein kleines Souvenir mitnehmen.

Nach einer Stunde im Zentrum sind wir dann noch zum Servicepoint gefahren. Dort warteten bereits einige VW und US-Car Besitzer mit Ihren Autos auf uns. Ich wurde auf eine kurze Probefahrt in einem alten Dodge Challenger eingeladen. Der Besitzer ist vor Stolz fast geplatzt, dass ein „echter“ Rennfahrer in Rennoverall mit seinem Auto fährt. War eine lustige Abwechslung, ebenso wie die Fahrt mit einem Taxi zum Hotel. So leise, so komfortabel, ganz ungewohnt.
Jetzt sitzen wir bei der täglichen Fahrerbesprechung, -abendessen und Siegerehrung. Wir glauben, dass wir uns heute sicher auf den dritten, wenn nicht sogar zweiten Platz in unserer Gruppe vorgearbeitet haben. Mal schauen, wie es wirklich ist.

Morgen ist mal wieder im 05.3o Tagwache, wir haben noch einmal zwei sehr lange Tage mit je 600 km vor uns. Auch hier