Leider ist es mir nicht geglückt, Photos einzuspielen. Internet ist ein Problem, so wie überhaupt das Thema Kommunikation ein Problem in Mexiko darstellt (sofern man unseren Standard gewohnt ist).
*** Stimmt nicht mehr, ist jetzt doch noch gelungen ***

Heute konnten wir die morgige, kurze Etappe über 120 km mit dem Mustang testen. WAHNSINN!!! Das Auto geht sehr gut (abgesehen von einem bei schönstem Wetter nicht abstellbaren Scheibenwischer) und man wird im Straßenverkehr ganz anders wahrgenommen als in einem normalen Mietwagen. Alle machen Platz, recken den Daumen hoch und freuen sich über unseren Speedy Gonzales auf den Kotflügeln.

Die ersten 50 km zur Sonderprüfung sind wir piano gefahren, kaum mehr als 40 km/h über dem erlaubten. Es gab mehrere Warnungen, daß speziell am heutigen Tag die lokale Polizei (und Polizei gibt es wirklich viel!) stark kontrolliert. Wir haben dann bei der Laserkontrolle auch das gemacht, was uns geraten wurde: Dem winkenden Polizisten ignorieren und ja nicht stehen bleiben, sondern einfach weiterfahren. Die morgige 6 km lange Speedprüfung haben wir dann im freien Verkehr zwei Mal geübt, volles Rohr mit nicht sehr viel Verkehr. Aber nachdem wir nicht die einzigen „Testfahrer“ waren, sind die zivilen Verkehrsteilnehmer immer freiwillig von der Straße gesprungen 🙂

Unglaublich professionell funktionieren dabei die Kopfhörer mit Sprechfunk. Geräuschdämmung super, Sprachkontakt einwandfrei und sogar Musik via iPhone möglich.

Auf der Rückfahrt hat es dann beinahe einen heftigen Crash mit einem Rennwagen und einem zivilen Fahrzeug vor (und mit) uns gegeben, in welchen wir unverschuldet involviert wären. Aber wundersamer Weise haben wir weder auf der linken noch auf der rechten Seite einen Kratzer. Und überhaupt ist der Mustang sehr stabil und sicher gebaut, wäre also außer Blech nichts gewesen. Wir haben uns dann bei diesem und einem zweiten Studebaker angehängt. Beides Mexikaner, die wohl nicht zum ersten Mal dabei waren und wohl auch wissen, wie sie mit ihren Polizisten umgehen können. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben die Polizeiautos auf den Bundesstraßen rechts mit über 200 km/h überholt und die haben nur gewunken! Von all dem habe ich leider keine Photos, sondern nur Videos, denn wir haben in Summe fünf Kameras im Fahrzeug eingebaut.

Wieder zurück im WTC hat sich die Servicecrew (CustomSpeed: Robert & Gerhard) über das Auto hergemacht, während ich einmal duschen war. Denn es wird wirklich warm in dem Mustang. Zurück im WTC war dann auch mein Rennanzug repariert. War zwar richtig teuer, aber diese Rechnung darf OMP übernehmen. Mittlerweile ist auch die Halle vollgeworden. Leider ist das überspielen von Photos ein Drama, daher googelt einfach unter Carrera Panamericana 2014 World Trade Center Veracruz. Vielleicht findet Ihr ja Bilder.

15. Day 0 02

Neben uns sind ebenfalls zwei Mustang (Mustang und Porsche sind die häufigsten Fahrzeuge). Das Team direkt neben uns besteht aus Amerikanern und Mexikanern und ist ähnlich locker, unkompliziert und hilfsbereit wie das Team Winkler. Und: Sie kochen permanent und auch in der Halle. Teilweise nur über dem Einkaufswagen, aber es schmeckt vorzüglich. Und sie haben eine riesen Freude, dass es dem Bergmenschen (mir) so gut schmeckt. Noch mehr allerdings freut es sie, wenn sie sehen, wie ich hochrot werde, weil es so scharf ist für mich; sie fangen erst nach mir mit dem würzen an :)). Sehr gastfreundlich jedenfalls.

Das interne Teamphoto haben wir auch schon gemacht; es gab eine Beifahrerbesprechung (die schlechteste Rallyebesprechung, die ich jemals erlebt habe), eine Fahrerbesprechung (einziges Thema: Wenn von hinten ein schneller kommt, Platz machen, sonst wird man von der Straße geschubst) und keine Startaufstellung für morgen. Wie die Amis sagen: Mexikanisch organisiert.

Morgen ab 08.oo geht´s los und ich glaube, ich werde ab morgen kaum mehr dazu kommen, etwas zu schreiben. Und dann die wirklich bescheidene Kommunikation via Internet – wahrscheinlich werdet Ihr bis zu meiner Rückkehr nichts mehr von mir hören. Sollte es doch gehen: Super. Ich probiere jetzt noch mal Photos zu schicken. Sollte es klappen, bitte ich den Alex Grimme von hier aus um seine Hilfe bzw. Einordnung in eine Reihenfolge, denn am iPhone bzw. jetzt gerade an einem mexikanischen Computer ist das eher schwierig. Ich bitte auch alle Rechtschreib- und Grammatikfehler zu entschuldigen, aber einen längeren Text auf dem iPhone zu schreiben ist schier ein Ding der Unmöglichkeit.